Vergoldung2018-11-26T12:51:17+00:00

VERGOLDUNG

wertvoll, schön, selten

Gold (lat. Aurum)

Die Wertigkeit von Gold hat die Menschheit seit jeher fasziniert. Bereits im Altertum wurde das Metall dazu verwendet Oberflächen zu veredeln. Gold zählt zu den ersten Metallen die von Menschen verarbeitet wurden. Da Gold ausgesprochen wertvoll und sehr gut zu verarbeiten ist, entstand bereits sehr früh die Idee, das Edelmetall in Form von Blattgold zu verwenden. Auf Grund seiner beständigen Schönheit, Seltenheit und der symbolischen Bedeutung war und ist es sehr begehrt. Viele Kulturen verwenden es für rituelle und wertvolle Gegenstände.

Eva Kühberger Wandgestaltung, Leistungen, Vergoldung

Blattmetall

Blattgold

Mittlerweile gibt es bei Blattgold eine große Vielfalt an Farbnuancen. Vom weitgehend bekannten Rosenoble Gold spricht man ab 23,5 Karat. Ein derart hoher Reinheitsgrad ist bei Vergoldungen für den Aussenbereich erforderlich, um eine Oxidation auszuschließen. Unter 22 Karat bieten die Blattgoldsorten ein breites Farbspektrum.

Blattsilber

Blattsilber kommt, ebenso wie Gold, bei allen Techniken zur Anwendung. Die Besonderheit von Blattsilber ist seine Reaktionsfreudigkeit mit dem Schwefel-Wasserstoff in der Luft. Diese Eigenschaft wird als besondere Gestaltungmöglichkeit, der Silberoxidation, eingesetzt. Um den Oxidationsprozess zu stoppen, muss Blattsilber mit Lack versiegelt werden.

Schlagmetall

Schlagmetall ist ein Sammelbegriff für alle nicht silber- oder goldhaltigen Blattmetalle. Goldene Schlagmetalle sind Messinglegierungen in den Farbnuancen Hell-, Mittel- und Dunkelgold. Außerdem gibt es Blattaluminium um Silber zu imitieren. Messing- und Aluminiumlegierungen können nicht so dünn wie Gold und Silber geschlagen werden. Deshalb ist deren Einsatz nur bei Ölvergoldungen möglich.

Farbpalette Gold

„Ohne Gold ist selbst das Licht finster.“

Untergrund

Holz

Die Eigenschaft Flüssigkeiten aufnehmen und transportieren zu können, macht es zum idealen Werkstoff für eine Polimentvergoldung.

Untergrund, Holz, Vergoldung

Mineralisch

Mineralische Untergründe mit hoher Kapillarwirkung wie Gips und poröser Stein stellen einen idealen Träger für Polimentvergoldungen dar. Für Aussenputz wird eine Ölvergoldung verwendet. Um eine alkalische Reaktion auszuschließen, ist eine Sperrschicht aufzubringen.

  • Stuck 
  • Putz
  • Stein
  • Beton
Untergrund, Mineralisch, Vergoldung

Kunststoff

Untergrund, Kunststoff, Vergoldung

Metall

Wegen der hohen Korrosionsneigung von Metallen dürfen Vergoldungen niemals direkt auf blankem Metall ausgeführt werden. Wir bieten die passenden Beschichtungen, welche auf die speziellen Anforderungen des jeweiligen Untergrunds abgestimmt sind.

  • Eisen
  • Stahl
  • Kupfer
  • Zink
  • Bronzeguss
  • Edelstahl
Untergrund, Metall, Vergoldung

Vergoldetechniken

Polimentvergoldung

Die Polimentvergoldung, oder auch Glanzvergoldung genannt, ist die aufwändigste Vergoldungstechnik. Sie kommt dem Erscheinungsbild von massivem Gold am Nächsten. Polimentvergoldungen können nur auf saugenden Untergründen ausgeführt werden. Holz, Gips und Stuck sind die am Meisten verwendeten Oberflächen für Polimentvergoldungen. Es können auch Textilien wie beispielsweise Leinwände mit Poliment vergoldet werden.

Ölvergoldung

Die Ölvergoldung ist die widerstandsfähigste mechanische Blattvergoldung. Diese Technik ist in Glanz- und Mattgold ausführbar. Für Innen und Aussen geeignet kommt die Ölvergoldung vorzugsweise bei Grabkreuzen, Kirchturmspitzen und Metallgittern zum Einsatz.

Mordentvergoldung

Von einer Mordentvergoldung spricht man wenn das Gold in ein wachshaltiges Anlegemittel eingelegt wird. Die Technik wird zur partiellen Vergoldung von Stuck und Brokkatmalerei (gemalte Ornamentik) eingesetzt.

Hinterglasvergoldung

Die Hinterglasvergoldung ist eine weitere spezielle Vergoldungsart bei der in Gelantinelösungen (glanz) oder öligen Anlegemittel (matt) das Gold hinter Glas eingelegt wird. Klassisch findet diese Art von Vergoldung an Schaufenstern ihren Einsatz.

Oberflächentechniken

Polimentvergoldung

Gravur
Bei der Gravur wird der Kreidegrund vor der Vergoldung mit speziellen Haken mit Muster und reliefartigen Oberflächen versehen.

Punzierung
Bei der Punzierung werden mit Punzierwerkzeugen Strukturen in den Kreidegrund geklopft. Sie findet ihren Einsatz als Hintergrundstrukturierung und als eigenständige Umsetzung von Ornamentik.

Aufsetzarbeit
Bei Aufsetzarbeiten werden mit Hilfe des Kreidegrundes Ornamente plastisch auf den vorhandenen Untergrund aufgemalt.

Radierung
Die Radierung erfolgt auf der bereits vergoldeten Fläche. Dabei wird ein schwach gebundener Farbauftrag mit Hilfe von kleinen Hölzern abgeschabt. Es können beispielsweise Ornamente und Schriften abgetragen werden. Durch den Kontrast der dunklen matten Farbe zu dem freigelegten glänzenden Metall entsteht eine spannende Optik.

Oberflächentechniken, Polimentvergoldung

Ölvergoldung

Matt- und Glanzvergoldung
Durch die unterschiedlichen Trocknungszeiten von Anlegemitteln ist eine Ölvergoldung in Glanz oder in Matt ausführbar.

Texturen
Eine Ölvergoldung kann auch auf einem plastisch vorbereiteten und gestalteten Untergrund ausgeführt werden. Im Bereich großer Wandflächen bieten sich spannende Gestaltungsmöglichkeiten.

Malerei auf Gold
Eine hochwertige und reizvolle Gestaltung erzeugt die Kombination von Vergoldung und Malerei. Die Malerei auf Goldgründen wurde überwiegend im Mittelalter und der Renaissance eingesetzt. Auch für moderne, wertvolle Oberflächen ist dies eine exklusive Gestaltungsmöglichkeit.

Oberflächentechniken, Ölvergoldung

Restaurierung

Die Restaurierung und Reinigung von historischen Goldoberflächen stellt einen eigenen Bereich dar. Bei der Restaurierung werden die beschädigten Vergoldungen fachmännisch gereinigt, ergänzt und an die historischen Flächen angepasst.

Oberflächentechniken, Restaurierung, Mitra, Vergoldung

Referenzen